Ich sag Baba.

Ich bin 12 Monate und 26 Tage alt.


Keine Angst, ich sag nicht jetzt und hier Baba. Nur überall sonst. Baba-sagen finde ich momentan nämlich wahnsinnig gut. Dazu öffne und schließe ich meine Hand, die dabei aber meist mir und nicht der zu verabschiedenden Person oder dem Gegenstand zugewandt ist. Einfach faszinierend, wie meine Hand da tut, was sie macht! Außerdem sage ich zur Untermauerung der Handbewegung ohnehin Baba. Einige Male. Manchmal auch öfter. Und zwar sage ich das zu Omas und Opas, Tanten und Cousinen, Freundinnen von Mama und auch zum Briefträger – wenn er wieder auf dem Weg in sein Auto ist. Mama sagt, ich bin ein freundliches Kind – vielleicht, weil ich auch Dinge und Orte verabschiede: Zum Radio sage ich Baba, wenn ich es ausschalte, gleich nachdem ich es eingeschalten habe. Schließlich geht die Musik weg, wenn der Radio nicht an ist. Genau so wie das Klopapier in der Toilette weggeht – und ich finde, das hat auch einen Abschiedsgruß verdient. Ebenso wie das Zimmer, das ich verlasse, der Keks, der in einer Lade verschwindet und der Supermarkt-Gang, aus dem Mama mich im Einkaufswagerl schiebt. Zur Fernseherfernbedienung, die gerade noch da war und es plötzlich nicht mehr ist, sag ich nicht Baba. Da sagt Mama, dass die Baba-gegangen ist. Was weiß ich, warum, wenn ich doch gerade alle-alle Knöpfe, die da drauf sind, drücken wollte. Hmpf!

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