Kontakt mit der Außenwelt.

Ich bin 13 Monate und 20 Tage alt.


Es war so weit, es ist jeden Tag so weit: Ich kann nicht nur im Wagerl sitzen und die Luft draußen atmen, ich kann jetzt auch draußen rumsitzen und den Boden draußen spüren – also mit Schuhen zwischen mir und dem Boden. Und ich weiß nicht, ob’s an dieser Zwischenschicht liegt oder woran, jedenfalls ist das da draußen eine eher wackelige Angelegenheit. Komisch ist das, ganz anders als drinnen ist das. Der Boden ist mal so und mal so ist der. Plötzlich ist der schief und dann wieder hügelig. Und dann sind da lauter Sachen! Wiese und Gänseblümchen und Blätter und Ästchen.

Das Allerbeste, was da ist, sind aber all die kleinen Steinchen, die da draußen im Garten an einer bestimmten Stelle liegen. Jedes einzelne Steinchen möchte ich in die Hand nehmen und Mama geben. Aber es sind so viele Steinchen! Ist eine ganz schöne Herausforderung. Doch ich schaff das. Bereits bei meinem 1. Außenkontakt habe ich die Steinchen gefunden und bei jedem weiteren starte ich sofort hin und verliere mich in der mir selbst gestellten Aufgabe. Ein Steinchen nach dem anderen, immer eins und dann noch eins. Ich bin sicher, ich kriege das hin, alle Steinchen in die Hand zu nehmen. Das Blöde ist halt, dass die Mama mich dauernd dabei unterbricht. Die findet die Steinchen nicht so faszinierend. Naja, die hat sie auch schon länger. Soll sie sich halt mal daran erinnern, wie toll es war, sie das 1. Mal zu haben.

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