Da!-Da!-Da!-ismus.

Ich bin 14 Monate und 8 Tage alt.


Ich habe schon erwähnt, dass ich sehr gerne „Da!“ sage. Mittlerweile sage ich es noch gerner. Am gernsten. Zu fast allem, was ich sehe, sage ich Da! Und ich sehe viel! Wenn ich Da! sage, heißt das, ich will haben, was Da! zu sehen ist. Das ist noch leicht, wenn Mama und ich im Liederbuch blättern. Da sage ich Da! zum Lied, das ich hören will. Schwieriger wird’s, wenn wir am Esstisch sitzen. Da liegt so viel, dass es knifflig ist, ganz genau auf das zu zeigen, was ich haben will. Also zählt Mama mir die Möglichkeiten auf: „Die Kuh? Die Dose? Mein Kalender? Der Kugelschreiber? Die Blumen?“

Ach, liebe Mama, alles!

Dass Mama mir alle Gegenstände aufzählt, erreiche ich, indem ich nicht aufhöre Da! zu sagen. Ich sage es so lange, bis ich meine Aufzählung bekomme. Irgendwann gibt sie klein bei und erklärt mir, was Da! ist. Sie meint, ich schaffe sicher 60 Da!-s pro Minute. Mindestens. Letztes Mal habe ich eher unmotiviert in eine sehr unspezifische Richtung gezeigt und Da! gesagt. Da hat Mama gemeint, jetzt solle ich ihr aber wirklich zeigen, was ich meine und hat mich hoch genommen. Ich habe also meinen Arm bis in den Zeigefinger ausgestreckt, immer wieder Da! gesagt und ihr den Weg gewiesen. Bis ins Vorzimmer sind wir so gekommen. Als wir dort waren, hatte ich allerdings irgendwie vergessen, was Da! ist.

 

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Ein Gedanke zu „Da!-Da!-Da!-ismus.

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