Mein zweitliebstes Lieblingswort.

Ich bin 14 Monate und 18 Tage alt.


Mein erstliebstes Lieblingswort ist natürlich Da! Es ist so flexibel einsatzbar, das kann kein anderes. Trotzdem hat es mittlerweile schwere Konkurrenz von meinem zweitliebsten Lieblingswort: Nein.

Mir gefällt daran, dass ich es völlig fehlerfrei sagen kann. Alle Buchstaben sind da und werden richtig aneinander gereiht von mir ausgesprochen. Auch in der Betonung benutze ich es – meine ich – ganz wie eine Große: definitiv und selbstsicher. Eventuell unterstütze ich das Ganze sogar durch einen Kopfwegdreher oder eine abweisende Handgeste. Denn wenn ich Nein sage, meine ich Nein – genauso wie Mama. Es kann nur sein, dass ich mich eine Millisekunde später umentscheide – genauso wie Mama – und doch nicht Nein meine. Dann koste ich zum Beispiel doch von dem Löffel, den ich gerade verneint habe. Aber man darf ja wohl noch seine Meinung ändern.

An Nein gefällt mir außerdem, dass es mir Macht verleiht: Ich habe die Wahl. Ich treffe die Entscheidung. Nicht, dass ich das nicht schon vorher getan hätte, aber mit einem Nein kann ich es jetzt noch früher tun. Ich muss nicht erst etwas probieren und dann mittendrin im Probieren kundtun, dass mir das nicht gefällt. Ich kann die Sache von Anfang an klipp und klar stellen und mich gleich gegen das Probieren entscheiden. Mama meint, ich sage zuviel Nein und mit einem Ja hätte man auch viel Macht. Mmmh … nein.

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Ein Gedanke zu „Mein zweitliebstes Lieblingswort.

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