Ich spreche auch mit meinen Händen.

Ich bin 15 Monate und 19 Tage alt.


Tja, es geht halt manchmal auch einfach nicht anders. Ich sage, was ich will, aber man versteht mich hier nicht. Ich sage „Abi, abi“ und als Antwort bekomme ich von meiner Mutter Folgendes: Wir sind hier in Österreich, mein Schatz, da machen wir nicht Abi sondern Matura. Da versteht sie mich also genauso wenig, wie ich sie mit diesem Matura-Quatsch – gar nicht nämlich. Dasselbe Problem haben wir, wenn ich „Tati“ sage. Mamas Gesicht ist ein einziges Fragezeichen. Vielleicht kommt sie irgendwann drauf, was ich meine. Da das aber dauern kann, verwende ich bis dahin meine Hände, um meinen Willen zu bedeuten. Also nehme ich die gute Frau bei der Hand und ziehe, wenn ich will, dass sie mit mir mitkommt. Das funktioniert meist ganz gut, nur beim Essen nicht. Da bleibt sie sitzen, meine Mutter. Genauso der Papa. Oder auch die Oma und der Opa. Obwohl, bei dem habe ich zumindest hie und da Chancen auf Erfolg. Meine Hände verwende ich außerdem, wenn Mama aufstehen soll, weil ich, ich, ich ganz unbedingt auf den Sessel will, auf dem sie sitzt. Dann streiche ich ihr über die Oberschenkel und – ta-ta! – sie erhebt sich. Geht übrigens auch im Liegen. Nur streiche ich da übers Gesicht. Ich ziehe quasi an den Wangen. Bei Papa muss ich das schon einige Male machen, besonders in der Früh, da ist er meist schwer aus dem Bett zu kriegen.

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