Pap’n, Oida.

Ich bin 15 Monate und 26 Tage alt.


Ich sage diese Worte selten in dieser Kombination, doch auch einzeln amüsieren sie meine Eltern aufs Äußerste. Beziehungsweise hat Mama mich das erste Mal, als ich „Pap’n“ sagte, entsetzt angesehen – und dann gelacht. Sie hat mir erklärt, dass sie das erheitert, weil es ein umgangssprachliches, hässliches Wort für Mund ist. Und ob ich nicht lieber Goscherl sagen möchte. Das ist auch Dialekt für Mund, aber lieber Dialekt. Da ich Mund aber so oder so nicht meine, sondern Lampe, das aber nicht sagen kann, bleibe ich bei Pap’n.

Oida verwende ich sporadischer, deshalb versteht Mama auch noch nicht, was ich damit meine. Ich weiß hingegen, was sie meint, wenn sie es benutzt. Dieses österreichische Idiom für „Alter“ wird gerne – auch schon in meiner Gegenwart – verwendet, wenn man seinem Ärger Ausdruck verleihen will. Oder seiner Verwunderung. Oder seiner Bewunderung. Ist anscheinend ziemlich vielfältig einsetzbar. Vielleicht bleibt ich deshalb gleich dabei und bemühe mich erst gar nicht, das Wort draus zu machen, das es eigentlich werden soll.

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