Wenn das Aufwischen beim Aufwischen bloß nicht wäre.

Ich bin 16 Monate und 11 Tage alt.


Ich wische gerne. Gebt mir ein Geschirrtuch, drückt mir ein Feuchttuch in die Hand und ich gehe schnell mal über die ganze Küche drüber. Noch lieber als wegwischen mag ich allerdings das Aufwischen. Da holt Mama dann diesen lustigen Besen und den noch viel lustigeren Kübel dazu. In den Kübel kommt Wasser mit Schaum! Trinken darf ich das nicht, aber ein bisschen pritscheln drin schon. In das Wasser kommt dann dieser Besen, ein Mopp ist das, sagt Mama. Diesen Mopp darf ich dann ordentlich in das Wasser drücken – hin und her, rauf und runter. Das macht ein lustiges Geräusch: Hmpf, hmpf, hmpf. Dann kommt der Mopp in eine Vorrichtung am Kübel. Da steigt Mama auf ein Pedal draußen am Kübel und der Mopp dreht sich voll wild. Das Wasser spritzt aus dem Mopp und in den Kübel und der Mopp kreist und surrt und surrt und kreist. Wenn man seine Finger jetzt auf den Mopp legt, rattert es und die ganze Hand kitzelt. Oder man hält den Mopp am Stiel und versucht, das Drehen zu stoppen. Und dann. Dann kommt der langweilige Teil. Man darf den Mopp nach dem Auswringen in der Vorrichtung leider nicht gleich wieder – Hmpf, hmpf, hmpf – ins Wasser tauchen. Nein, oh nein. Dazwischen muss man den Mopp über den Boden ziehen und sauber machen. Warum bloß müssen schöne Dinge wie Aufwischen immer durch so Langweiligkeiten wie Aufwischen unterbrochen werden?

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