Ich habe ein Nein-Kontingent.

Ich bin 17 Monate alt.


Weiß irgendjemand, was das ist – ein Nein-Kontingent? Ich bin nämlich offensichtlich in Besitz von so etwas, habe aber keine Ahnung, was das denn sein soll. Ich weiß, dass ich es habe, weil Mama sagt manchmal: Mäuslein, willst du dein Nein-Kontingent schon um 8 Uhr morgens aufbrauchen? Oder sie meint: Schätzlein, dein Nein-Kontingent ist für heute erschöpft, überleg dir mal eine andere Antwort.

Auch wenn mir das alles ein Rätsel bleibt, finde ich es gut, das Nein-Kontingent. Schließlich hat es irgendwas mit Nein zu tun. Und das gefällt mir, Nein-sagen gefällt mir sehr. Sehr sehr sehr. Ich kann sogar unterschiedliche Neins:

Das weinerliche Nei-hein: Hält Mama meist für übertrieben, ich hingegen, finde es oft passend, zum Beispiel, wenn mich Mama fragt, ob ich ein Grissini möchte.

Das definitive, sehr kurze Nein!: Das geht als Antwort auf jede Frage, gerne renne ich dazu auch gleichzeitig vom Fragesteller weg.

Das knautschige Ne-e-ein: Wenn ich bereits mehrere, kurz hintereinander folgende Fragen mit Nein beantwortet habe, aber immer doch noch eine Frage folgt, obwohl ich meinen Standpunkt doch schon so klar gemacht habe.

Übrigens kann ich auch Ja: Mit einem unmerklichen, etwas schiefen Nicker bedeute ich, dass ich der Anfrage eventuell positiv gegenüber stehe.

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