Weltuntergangsstimmung.

Ich bin 18 Monate und 4 Tage alt.


Manchmal, da will ich gewisse Sachen nicht, die von mir verlangt werden oder die mir angeboten werden: Ich will keine Banane essen, ich will keine frische Windel machen gehen, ich möchte auf gar keinen Fall eine Hose anziehen. Ich möchte nicht Zähneputzen, dass meine Puppe Mia einen Schuh angezogen bekommt oder dass ich ohne Schuhe in die Wiese steigen muss. Um zu zeigen, dass ich all das und ein paar andere Sachen nicht möchte, fange ich ordentlich an zu greinen. Ich meine „Nein, nein, nein“ und bin teilweise so aufgeregt, dass Tränen fließen.

Mama meint dann, ich übertreibe. Dass ich nicht so tun soll, als ob die Welt unterginge, denn sie sei sich sicher, das tue sie gewiss nicht, nur weil ich – wieder zum Beispiel – nicht aus ihrem Kaffeehäferl trinken dürfe. Ich bekäme dann schon den letzten Schluck aus der Tasse. Naja, das hilft mir im selben Moment wenig und was soll ich sagen – für mich geht da die Welt sehr wohl unter, weil meine Welt nur aus all diesen kleinen Dingen besteht. Und man wird wohl noch seinem Kummer darüber Ausdruck verleihen dürfen.

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