Bussi geben nicht heißt Bussi geben nicht.

Ich bin 21 Monate und 28 Tage alt.


Ich habe hier schon mal von der Bussi-Inflation all- und besonders mütterlicherseits berichtet. Prinzipiell hat sich nicht wirklich etwas geändert – in einer Tour kriege ich Schmatzer und Küsse und Bussis. Nachdem mir genau das manchmal zuviel ist, habe ich eben begonnen, das Ganze einzuschränken und „Bussi geben nicht“ verlangt, woran sich die Mama auch brav hält – und dann auch wieder nicht.

Die Sache ist nämlich die: Ich verlange „Bussi geben nicht“ meist, wenn ich gerade eins bekommen habe. Einfach, um folgende Schmuseattacken einzudämmen. Und nach dieser Forderung fragt mich die Mama jetzt immer „Soll ich das Bussi zurücknehmen?“ Das klingt an sich gut, finde ich. Das klingt, als bekäme ich im Nachhinein das soeben Geforderte. Was mich stutzig macht ist, dass sich das Bussizurücknehmen genau so anfühlt wie ein Bussi. Die Lippen werden irgendwo auf mir platziert, dann macht es Schmatz und fertig ist die Mama damit, ihr Bussi zurückzunehmen. Und ich fühle mich – naja – irgendwie gehäkelt. Darum habe ich den Maßnahmenkatalog zur Bussireduktion erweitert:

Wenn die Mama mir jetzt anbietet, ihr Bussi zurückzunehmen, lehne ich das ab. Etwas verhalten fordere ich das zwar, aber es wirkt: Ich bekomme kein („zurückgenommenes“) Bussi, sondern nur ein ehrliches Lachen meiner Mutter. Da frage ich mich dann schon, ob ich vielleicht falsch lag: Kann jemand, der so offen lacht, einen anderen tatsächlich häkeln? Ich weiß es nicht, aber ich werde es herausfinden.

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