Systemcheck.

Ich bin 10 Monate und 10 Tage alt.


Manchmal, wenn ich des Nachts aufwache, muss ich kontrollieren, ob alle Grundfunktionen, die ich bisher erlernt habe, noch vorhanden sind. Ich wiederhole also 3 bis 6 Mal meine Lieblingssilbe Pa, klatsche in die Hände und strecke die Arme über den Kopf. Das kommentiert die Mama im Wachzustand normalerweise mit „So groß ist meine Maus schon!“. Nachts sagt sie nichts dazu. Macht aber nichts. Wichtig ist, dass alle Systeme laufen. Dann kann ich mich umdrehen und beruhigt weiterschlafen.

 

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Ich zweifle an meinem Charme.

Ich bin 8 Monate und 25 Tage alt.


Echt. Ich überlege gerade, ob ich nicht mehr so süß bin, wie ich mal war. Das Grübeln ausgelöst hat natürlich mal wieder die Mama. Immer wieder sorgt die Frau für neue Denksportaufgaben und diesmal weiß ich eben nicht, ob ich an Charme eingebüßt habe.

Die Mama hat nämlich heute sehr sehr lange nur das Notwendigste mit mir gesprochen. Und nicht nur das: Ich hab mir ihr kommunziert und da hat sie auch nicht reagiert. Mein lustigstes Gesichtchen hab ich gemacht: Da zwicke ich die Augen, eigentlich das ganze Gesicht zusammen und der Mund macht so einen offenen Grinser, so dass meine kleinen Beißerchen ganz lustig daraus hervorschauen. Hat noch nie versagt. Bis heute.

Das hab ich gemacht und nachher dann gleich meine Stirn nach vorne gebeugt und mit treuesten Augen unter dieser Stirn hervorgelugt. So, als ob ich wollte, dass Mama ihre Stirn an meine legt. Hat auch keine Reaktion gebracht.

Gejuchazt hab ich auf 1.000 und ihr die lustige Geschichte erzählt, als mir Papa die Häschenschuhe angezogen hat und ich – wie ein kleines Hündchen seinem Schweif – den Hasenohren an meinen Füßen nach bin. Immer und immer wieder im Kreis. So nett geplaudert hab ich und Mama hat nix gesagt. Ich weiß aber nicht, warum. Vielleicht weil meine Socken heute so gar nicht zu meiner Hose gepasst haben? Aber die hat doch sie mir angezogen. Und über all das muss ich nachdenken, obwohl ich heute doch so erledigt bin, weil ich kaum was geschlafen habe. In der Nacht hat’s mich dauernd gezwickt und irgendwie hab ich keine ruhige Minute gehabt. Auch untertags dann nicht. Ich hatte heute das Gefühl, es ist nicht notwendig, meine durchschnittlichen 1,5 Stunden am Nachmittag zu ratzen. Ich wollte mal sehen, wie’s mir geht, wenn ich den Mittagsschlaf zum Mittagsminütchen mache. Ist nicht so der Bringer. Und dazu jetzt eben noch die Laune der Frau meines Lebens. Pfffff. Ich leg mich noch mal hin, vielleicht sieht die Welt dann ganz anders aus.

 

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Von 0 auf 100 in 0,3 Sekunden.

Ich bin 8 Monate und 13 Tage alt.


Wenn ich aufwache, dann brauche ich keine Zeit, um wach zu werden. Ich bin wach in der Sekunde, in der ich die Augen öffne. Und noch in derselben Sekunde, also noch bevor ich die Augen ganz offen habe, geht’s zack und los. Mag der Tag so jung sein wie ich oder noch viel jünger, ich lege sofort los: Ich ziehe mich sofort im Bett hoch und komme in den Stand. Ich wippe hin und her, ich tanze, ich singe. Wenn ich das des Nachts mache, meint Mama nur „Gemach, gemach, junge Dame.“ Dasselbe meint sie, wenn ich frühmorgens munter werde. Hallo!? – das Leben ist kurz und man muss jede Sekunde davon auskosten. Auch wenn man, wie ich, vermeintlich Sekunden verschwenden kann, weil man das ganze Leben noch vor sich hat. Und ich meine, dass meine Eltern, die ja Trilliarden älter sind als ich, das noch viel mehr so sehen müssten als ich. Also auf geht’s – sofort immer gleich!

 

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Pssscht!

Ich bin 8 Monate und 10 Tage alt.


Sagt der Papa doch glatt „PSSSSCHT“ zu mir, als ich eine exklusive Nachtvorstellung meiner Aufstehkünste gebe!

Es war so: Um 1.30 bin ich aufgewacht und dachte mir, zeig ich meinen Erziehungsberechtigten mal, das ich es immer – einfach immer – drauf habe und ziehe mich sofort am Gitterbettgitter hoch. So habe ich beste Sicht auf Mama und Papa. Aber was muss ich sehen? Nix! Die beiden schlafen einfach und ignorieren mich. Also hab ich ein wenig zu jauchzen und juchzen und juchazen angefangen. Wieder nix. Komplette Ignoranz. Also noch mehr. Und da hat Papa doch glatt „Pssscht!“ gesagt zu mir. Was ich dann gehört habe, meine ich als unterdrückten Lacher von Mama zu deuten. Die hat mich dann doch wahrgenommen. Also eigentlich hat sich mich hochgenommen, hingelegt und gesagt, dass jetzt nicht die rechte Zeit zum Aufstehen ist – so oder so. Na gut, dann hab ich halt noch ein bissi weitergeschlafen.

 

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Eine harte Nacht.

Ich bin 3 Monate und 14 Tage alt.


Jetzt weiß ich mal, wie das ist, wenn einer einen nicht schlafen lässt. Schirch ist das! Anstregend ist das! Ich will nicht, dass das wieder passiert. Papa ist schuld. Der ist gestern Nacht irgendwie erst sehr spät ins Bett gekommen und als er dann eingeschlafen ist, hat er ziemlichen Wirbel gemacht. Durch die Nase und den Mund so laute Geräusche hat er gemacht. Davon bin ich wach geworden, davon ist dann Mama wach geworden und hat Papa wach gemacht – was gar nicht so einfach war. Hat dafür eine Weile an ihm rütteln müssen. Dann hat er was gemurmelt und ist gleich wieder eingeschlafen. Woraufhin Mama ihn wieder gerüttelt und dann aus dem Bett geschüttelt hat. Dann konnte ich endlich wieder schlafen, also nachdem Mama mich gestillt hat und gewiegt hat und gestreichelt hat. Ob Mama dann wohl auch wieder schlafen konnte? Heute sieht sie ziemlich müde aus.

 

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