Essen will ich spüren.

Ich bin 18 Monate alt.


Ich mag es, mit Mama einkaufen zu gehen. Wenn ich da drin sitze im Einkaufswagerl, gibt es so viel zu sehen, so viele Menschen anzulachen. Auch mag ich es, wenn Mama die Sachen, die gekauft werden sollen, mir gibt. Dann kann ich sie mir genauer anschauen. Bzw. kann ich sie im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Ich befühle sie von allen Seiten, drücke sie – falls möglich – zusammen und wieder auseinander, schüttle, quetsche und massiere sie. Ja, so nennt Mama das. Ihr genauer Wortlaut ist meist dieser: „Maus, hör bitte auf mit deiner Außenmassage, das tut dem Essen nicht gut.“

Ich muss feststellen, dass das nicht stimmen kann. Denn das meiste Essen wird vor dem Essen ohnehin geschnitten, klein gemacht oder irgendwie anderwertig vorbereitet. Es muss also egal sein, ob es im ganzen Stück oder Stückchen bei uns ankommt. Besonders gilt das für den Mozzarella. Der ist so extra herrlich zum Massieren – wie schön das Packerl durch die Hände flutscht und trotzdem etwas Kompaktes verspricht, das meine Finger zerdrücken möchten. Es sogar schon Mal geschafft haben, es sehr komplett zu zerdrücken! Und ich muss sagen: Wenn der Mozzarella fertig von mir massiert in Fetzen aus der Packung kommt, schmeckt er genauso gut wie als ganze Kugel, liebe Mama.

 

 

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